Jusos Zollernalb

Nachruf auf Niklas Jung

Allgemein

Am 11. Oktober 2016 erlag Pressesprecher und Freund Niklas Jung seiner schweren Krankheit. Die Jusos Zollernalb erinnern in einem Nachruf an Niklas Jung.

Vor etwa drei Jahren lernten wir Niklas Jung auf einer unserer Sitzungen kennen und schätzen. Bereits zu Beginn seines politischen Engagements fiel Niklas insbesondere durch seine analytische und pragmatische Herangehensweise an Herausforderungen auf, die er bei Bedarf auch verteidigten konnte. Schnell wurde deutlich: Niklas war ein Mann der Tat. Sein Kompass waren die Grundwerte der Sozialdemokratie von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Eine seiner maßgeblichen Charaktereigenschaften war sein trockener Humor, welcher sich Stück für Stück entfaltete und unsere (Nach-)Sitzungen häufig bereicherte.

An Niklas zu denken und sich mit ihm auseinanderzusetzen bedeutet, jemanden vor sich zu haben, den man niemals unterschätzen durfte. Das lag an seinem Kämpferherz. Sein Feind war die schwere Krankheit, die es zu besiegen galt. Auffallend war, dass Niklas sich jeder Aufgabe und Herausforderung gestellt hat. Anfangs als Beisitzer im Kreisvorstand, später als Pressesprecher oder Delegierter für die Landesdelegiertenkonferenz und den Landesausschuss: Nichts war ihm zu schwer. Nicht nur politisch, sondern auch persönlich kam diese Charaktereigenschaft zum Zuge. Trotz Krankenhausaufenthalten und begrenzter Zeit, um sich auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten, schloss er seine Schullaufbahn mit einem guten Abitur ab.

Niklas war ein großer Animé und Manga Fan. Egal ob Comics, Videospiele oder Serien er verschlang Unmengen davon und hatte als Sammlerstück beispielsweise eine Truhe mit Dragonballs. Bereits 2015 sagte er beiläufig mit einem Lachen, dass er einmal Pokémon-Trainer werden möchte. Er erklärte uns dann, dass momentan ein neues Spiel entwickelt wird, dass eine neue Dimension des Spielens einläuten wird. Heute kennen wir es alle als Pokémon-Go. Es ist schön, dass sich Niklas in seinem letzten Jahr noch zwei Wünsche erfüllen konnte. Zum einen konnte er ausgiebig Pokémon-Go spielen, zum anderen reiste er für zwei Wochen nach Japan. Trotz seiner Krankheit schaffte er es noch in das Mutterland der Animés.

Bereits vor seiner Zeit bei den Jusos war er in einem christlichen Jugendkreis aktiv. Es bedeutete ihm viel und er war gerne mit seinen Freunden zusammen. Im letzten Jahr begann er dann noch sein Studium. Obwohl er bereits wusste, dass die Krankheit schwerer werden würde, zog er nach Leipzig. Dort studierte er nicht nur, sondern engagierte sich auch imn einem Studentenverein.

Niklas war sehr regelmäßig bei den Sitzungen der Jusos Zollernalb, auch bei den Landesverbandsveranstaltungen verpasste er fast keine. Egal ob Grillfeier, Neujahrsempfang, Verbandswochenende, Bundeskongress oder Linkskongress - gemeinsam mit uns reiste er von Veranstaltung zu Veranstaltung.

Umso länger man gemeinsam in einem Verein oder wie bei uns in einer Partei ist, umso besser lernt man sich kennen. Auch außerhalb der Sitzungen waren wir mit Niklas befreundet und gingen zusammen zu Geburtstagen, ins TOP10 oder einfach so was trinken, er war unternehmungslustig und gerne unter Leuten.

Seine Verbundenheit mit den Jusos im Zollernalbkreis war stets unbestritten. Deutlich wurde das vor allem durch seinen legendären Beitrag auf dem Bundeskongress 2014, als er am Ende seiner Rede den Ausdruck „ZZZ“ durch die Halle skandierte und sich 95 % der anwesenden Personen fragten, was dies denn bedeute. Ebenso wollte er trotz seines Wohnortwechsels nie den Kreisverband wechseln. Über alle gesellschaftspolitischen Ebenen hinweg setze sich Niklas für eine bessere und gerechtere Welt ein. Der Zollernalbkreis und die Jusos waren hierbei seine Heimat, ein Teil seiner Identität. Seine lebensfrohe und zuverlässige Persönlichkeit hat uns sowohl politisch als auch menschlich bereichert.

Zuletzt bekleidete Niklas das Amt des Pressesprechers und vertrat unseren Kreisverband als Delegierter auf der letzten Landesdelegiertenkonferenz 2016 in Tübingen. Auch bis zum Schluss verfasste er (Änderungs-)Anträge und positionierte sich inhaltlich auf dem Podium.  

Dieselbe Loyalität und Aufrichtigkeit, die er uns entgegenbrachte, gilt auch stets für ihn selbst. Auch sein viel zu früher Tod wird daran nichts ändern. Für uns Jusos aus dem Zollernalbkreis wird er ein Freund und Genosse bleiben und wir werden ihn in unseren Reihen vermissen. Mit Niklas Jung haben wir einen kämpferischen und lebensfrohen Menschen verloren. Seinen Humor, welcher ihn auszeichnete, hat er bis zuletzt nicht verloren. Seine Art und Weise sich Herausforderungen zu stellen, ist beispielhaft und vorbildlich.

Ruhe in Frieden, Niklas!

 
 

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