Jusos Zollernalb

Jusos und SPD: Geplante Ausweitung der Höchstarbeitszeit skandalös

Pressemitteilungen

Dass Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) die Höchstarbeitszeit von zehn auf zwölf Stunden ausweiten möchte, stößt bei den Juso- und SPD-Kreisverbänden Zollernalb auf scharfe Kritik.

„Wie weit entfernt von der Lebenswirklichkeit der Arbeitnehmer muss sich Hoffmeister-Kraut befinden, um solche Forderungen aufzustellen?“, fragt sich der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute. Die geplante Ausweitung der Höchstarbeitszeit sei ein handfester Skandal, gegen den man nach Kräften vorgehen müsse. Sollte diese Absichten umgesetzt werden, betreffe dies auch zahlreiche Arbeitnehmer im Zollernalbkreis.

„Womöglich verbringt die Wirtschaftsministerin zu viel Zeit mit Managern in Chefetagen und kann sich nicht vorstellen, was zwölf Stunden Maloche für einen Arbeiter und Angestellten bedeuten“, beklagt der SPD-Politiker. In einer Zeit, in der sich die Arbeitswelt rasant ändere, brauche es natürlich neue Arbeitszeitmodelle. Doch müsse die Gestaltung der digitalisierten Arbeitswelt im Sinne der Beschäftigten erfolgen: „Eine moderne Arbeitsmarktpolitik darf sich nicht darin erschöpfen, Nachteile und Verschlechterungen für Arbeitnehmer hervorzubringen“. Es müsse sinnvollere Möglichkeiten geben, wie sich das bestehende Arbeitszeitgesetz auf diese Herausforderungen einstellt, als es lediglich aufzuweichen. Dass sich an der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit, wie von Hoffmeister-Kraut angekündigt, nichts ändern solle, ist für Maute selbstverständlich und zugleich unerheblich: Vor allem für ältere Arbeitnehmer sei ein Zwölf-Stunden-Tag unzumutbar. Dass Hoffmeister-Kraut im gleichem Atemzug betone, wie wichtig ihr der Schutz der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sei und dass dieser sichergestellt werden müsse, „sei blanker Hohn“, so Maute.

Auch die Juso-Kreisvorsitzende Lara Herter hält nichts von dem Vorstoß und betont, dass das Arbeitszeitgesetz bereits heute genügend Freiraum für Flexibilität biete. Herter führt außerdem an, dass die baden-württembergischen Beschäftigten allein im Jahr 2017 rund 92 Millionen unbezahlte Überstunden geleistet hätten: „Dieses Problem sollte Frau Hoffmeister-Kraut endlich angehen!“ Der Zwölf-Stunden-Tag sei dagegen eine Idee von vorgestern, die Arbeitnehmern in unterschiedlichsten Branchen -wie beispielsweise dem Gesundheits- und Pflegebereich- zusätzliche Nachteile aufbürde.

Die von Hoffmeister-Kraut angestrebte Ausweitung der Höchstarbeitszeit höhle nach Ansicht Mautes die Rechte von Arbeitnehmern aus. „Was kommt als nächstes?“ fragt sich der SPD-Politiker. Sollte Hoffmeister-Kraut an ihrer Absicht festhalten, werde die SPD im Zollernalbkreis massiven Widerstand organisieren: „Aus ihrem eigenen Wahlkreis heraus werden wir auf die Barrikaden gehen und wissen in dieser Frage die Gewerkschaften und zudem weite Teile der Bürgerschaft hinter uns“, so Maute.

 
 

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