Jusos Zollernalb

„Einfach ein normales Leben führen“ - Jusos und SPD diskutieren mit Betroffenen über Barrierefreiheit

Pressemitteilungen

„Barrierefrei durch Albstadt?“ – der Veranstaltungstitel war bewusst mit einem Fragezeichen versehen. Die Jusos Zollernalb und die SPD Albstadt hatten zum Diskussionsabend ins Tailfinger „Haus der Vereine“ eingeladen: Wie es Menschen mit Behinderung erleichtert werden kann, sich auf Gehwegen, Plätzen und in Gebäuden fortzubewegen, wurde munter debattiert. 

Gastreferentin Kathrin Assenheimer vom Stadtplanungsamt berichtete zunächst über die aktuelle Situation: „Barrierefreiheit steckt in Albstadt noch in den Kinderschuhen“, hob Assenheimer mehrmals hervor. Gleichzeitig seien in den letzten Jahren auch Fortschritte gemacht worden, so sei bei den Baumaßnahmen in der „Neuen Mitte“ Tailfingen gezielt auf Barrierefreiheit geachtet worden. Der ÖPNV müsse schon aus gesetzlichen Gründen bis 2022 barrierefrei gestaltet werden, worauf Albstadt an immer mehr Bushaltestellen reagiere. 

Im Anschluss folgte eine lebhafte Diskussion: Die anwesenden Kommunalpolitikerinnen und die Stadtplanerin machten sich seitenlange Notizen, da zahlreiche Themen zur Sprache gebracht wurden. 
Oliver Kern, selbst Rollstuhlfahrer, kritisierte, dass behindertengerechte öffentliche Toiletten bislang nur in Ebingen und Tailfingen zu finden seien. Da herrsche Aufholbedarf in den restlichen Teilorten. Zudem sei die Behindertentoilette in der Tailfinger Innenstadt trotz kürzlicher Sanierung in einem schlechten Zustand. 
Eine Teilnehmerin brachte die Stimmung auf den Punkt: „Wir Betroffenen wollen ein ganz normales Leben führen.“ Dazu gehöre schlicht, am öffentlichen Leben teilnehmen und selbständig mobil sein zu können. Dies werde durch verbaute Kopfsteinpflaster, hohe Bordsteinkanten und fehlende Aufzüge sowie Querungshilfen enorm erschwert. 

Die Albstädter Gemeinderätin und Juso-Kreisvorsitzende Lara Herter betonte, vieles in Sachen Barrierefreiheit lernen zu müssen. Umso wichtiger sei es, „weniger über und mehr mit den Betroffenen“ zu sprechen. 
Herter kündigte im Namen von Jusos und SPD an, Menschen mit Handicap, Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter künftig regelmäßig an einen Tisch bringen zu wollen. Dies solle ausdrücklich in Kooperation mit anderen demokratischen Parteien geschehen und möglichst viele Vereine sowie Interessenvertretungen einbeziehen.

 
 

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