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Jusos Zollernalb

Gleichstellungspolitik

Trotz vieler Fortschritte in der Gleichstellung existiert in unserer heutigen Gesellschaft nach wie vor in vielen Feldern Diskriminierung. So verdienen Frauen in Deutschland 22 % weniger als Männer. Aber auch die Geburt des ersten Kindes stellt für viele Frauen einen starken Einschnitt für den Wiedereinstieg in das Berufsleben dar.

Als junge Sozialdemokraten sind bilden die Werte von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität den Rahmen unserer praktischen Politik.

Freiheit in diesem Kontext bedeutet für uns, dass jeder Mensch über das Recht verfügt, seine Lebens- und Liebesform in freier Eigenverantwortlichkeit zu wählen.

Gerechtigkeit bedeutet für uns, dass alle Menschen eine faire Chance darauf erhalten, ihre Lebensentwürfe bestmöglich im gesellschaftlichen Rahmen zu realisieren. Dabei geben wir uns nicht der Illusion hin, dass Chancengleichheit praktisch realisierbar wäre – wie der naturwissenschaftliche Kenntnisstand belegt, ist dies schon aufgrund der angeborenen Unterschiede zwischen den Menschen nicht möglich. Stattdessen möchten wir mit unserer Politik die Bedingungen schaffen, auf deren Grundlagen jeder Mensch prinzipiell in der Lage ist, sein persönliches Glück zu erschaffen.

Eine solidarische Gleichstellungspolitik toleriert alle Formen des gewaltfreien und auf gegenseitigem Einvernehmen aller Beteiligten zustande kommenden Zusammenlebens. Zugleich verwehrt sie sich dem Anspruch, eine bestimmte Form des Zusammenlebens für allgemeinverbindlich zu deklarieren. Dabei erachten wir die nach den genannten Kriterien zustande kommenden, verschiedenen Lebensentwürfe grundsätzlich als gleichwertig. Explizit meinen wir damit auch die klassische Familie aus Vater, Mutter und Kind(ern), welche nach wie vor die Lebensrealität einer breiten Mehrheit der Menschen in unserem Land darstellt. Wie die Menschen leben, ist in erster Linie eine freie individuelle Entscheidung, die Folgen sind durchaus von gesellschaftlicher Relevanz

Für uns Jusos aus dem Zollernalbkreis ist klar, dass Männern und Frauen unabhängig davon, für welchen Lebensweg sie sich entscheiden, eine selbstbestimmte und eigenverantwortliche Lebensplanung ermöglicht werden muss. Um dies politisch zu realisieren und Anreize zu schaffen, halten wir folgende Punkte für wichtig, um dieses Ziel zu erreichen:

  • Abbau der tatsächlichen Diskriminierung und Herstellung von Chancengerechtigkeit in Deutschland. Hierbei ist eine Lohnuntergrenze bzw. ein Mindestlohn wichtig, da viele Frauen in Teilzeitstellen beschäftigt sind. Außerdem stehen wir für die finanzielle Aufwertung von Berufen im gesundheitlichen und sozialen Bereich, da diese überdurchschnittlich oft von Frauen ausgeübt werden und ihnen hierbei ein hohes Maß an Verantwortung zukommt. Chancengerechtigkeit soll im Hinblick auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse gefördert werden – eine erzwungene Ergebnisgleichheit lehnen wir hingegen ab.
  • Löhne und Gehälter müssen sich stets an Leistung und Erfolg bemessen, nicht an Geschlecht oder Herkunft.
  • Leistung muss das signifikante Kriterium für die Besetzung von Arbeitsmarktpositionen sein. Dabei sollen reale Hürden zur Erreichung von Position abgebaut werden. Eine Quote ist hierbei weder eine langfristige Lösung, noch ein adäquates Mittel zur kurzfristigen Beschönigung von Statistiken.
  • Eine Zwangsregelung in Form einer Geschlechterquote – unabhängig von der gesellschaftlichen Gruppe oder Position – lehnen wir grundsätzlich ab.
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll gefördert werden. Dies soll gerade durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung sowie die Herabsenkung und perspektivische Abschaffung der Kita-Gebühren umgesetzt werden.
  • Wir setzen uns für einen Interessenausgleich zwischen neuen Formen der Familie und dem traditionellen Modell ein. Alle Lebensformen haben einen legitimen Anspruch darauf, bei politischen Prozessen und Entscheidungen angemessen repräsentiert zu sein.
  • Eine einseitige Geschlechterpolitik, welche sich ausschließlich auf Frauen oder Männer fokussiert, lehnen wir ab. Wir plädieren dafür, das Konzept des Gender-Mainstreaming auf seine Ursprünge zurückzuführen: Entwicklungspolitisch engagierte Frauen fühlten sich auf dem internationalen Parkett immerzu wie Bittsellerinnen, nicht wie Verhandlungspartnerinnen auf Augenhöhe. Hieraus entstand der Ansatz, politische Maßnahmen auf die Gleichstellung der Geschlechter zu prüfen. Als junge Sozialdemokraten zielt unser Verständnis von Gleichstellungspolitik auf die Ermöglichung von Lebenschancen, anstatt auf die Durchsetzung von Doktrinen.
  • Auch die Diskriminierung und Benachteiligung von Jungen und Männern muss objektiv festgestellt und behoben werden. Jungen erfahren zum Beispiel in der Grundschule oft Nachteile, da dort wenige männliche Lehrer unterrichten und eine zunehmend verweiblichte Sozialisation zu beobachten ist. Auf Grund dessen sprechen wir uns dafür aus, pädagogische Berufe für Männer attraktiver zu gestalten.
  •  Wir lehnen einen erzwungenen Sprachgebrauch in Form von „Innen“, „_innen“, „*innen“, „x“ etc. ab. Maßregelungen zur Sprachweise widersprechen unserem Verständnis vom freien Ausdruck des Wortes in Sprache und Schrift. Um dem Argument einer vermeintlichen sprachlichen Diskriminierung zu begegnen schlagen wir vor, in wissenschaftlichen, journalistischen und politischen Texten je nach Bezug nur die männliche oder die weibliche Form anzuwenden.
  • Wir lehnen den Sprachgebrauch in passiver Form („Studierende“) ab. Dies beengt die Freiheit des Wortes und der Gedanken und ist zudem grammatikalisch schlichtweg falsch.
  • Die Gleichstellung der Geschlechter bleibt  nach wie vor ein Kraftakt, den die Jusos gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Gruppen stemmen wollen.
 

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